Kulturweg "Bleckmaul & Sailaufit": Gemeinde Sailauf

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Eichenberg
Sailauf
Weyberhöfe

In der Übersicht

Der Sailaufer Kulturweg beginnt an der St. Vitus- Kirche mit dem so genannten "Bleckmaul". Die steinerne Fratze soll in den Kirchenturm in Richtung Rottenberg und Eichenberg eingelassen worden sein, weil sich diese Filialkirchengemeinden dem Volksmund nach weigerten, einen Beitrag für die Erhöhung des Kirchturms zu leisten. Auf dem nun folgenden Römerweg begegnen wir dem Bergmeister Rudolff, der um 1649 mit Hilfe einer Wünschelrute nach Erzvorkommen zwischen Sailauf und Laufach suchte. Heute erinnern noch einige Pingen (trichterförmige Vertiefungen) am Wegesrand an die Zeit des Erzschürfens. Die nächste Station befindet sich am Steinbruch Hartkoppe, wo vor wenigen Jahren das seltene Mineral "Sailaufit" entdeckt wurde, das seinen Namen nach dem Fundort erhielt. Weiter geht es zum Sämenhof, wo eine regionale Gastwirtschaft mit Biergarten zum Verweilen einlädt. Von hier aus lohnt ein Abstecher zur Rottenberger Kapelle, bevor man über den Streuobstlehrpfad wieder die St.-Vitus-Kirche erreicht. Die Aussenstation "Am Schwaben Heiligen" oder zu dem wunderschönen Aussichtspunkt "Königsplatz" mit Blick in das Aschafftal.

1. St. Vitus Kirche

Der steinerne Tierkopf "Bleckmaul" soll in den Kirchenturm in Richtung Rottenberg und Eichenberg eingelassen worden sein, weil sich diese Filialkirchengemeinden dem Volksmund nach weigerten, einen Beitrag für die Erhöhung des Kirchturms zu leisten. Bei einem kurzen Rundgang um die Kirche entdecken Sie auf der gegenüber liegenden Seite das Friedhofsportal mit einem Rundbogen, das einen würdigen Eingang in die Anlage bildet.

2. Am Römerweg

Rechts und links des Römerwegs suchte der Bergmeister Johannes Rudolff im Jahr 1649 mit Hilfe einer Wünschelrute nach Erzvorkommen zwischen Sailauf und Laufach. Heute erinnern noch einige Pingen (Trichterförmige Vertiefungen) am Wegesrand an die Zeit des Erzschürfens. Eine dieser Pingen wurde vor wenigen Jahren im Rahmen des Trinkwasserschutzes ausgehoben. Dabei wurde eine Schachtanlage des 18. Jahrhunderts entdeckt.

3. Steinbruch Hartkoppe

Seit 1957 wird hier für den Straßenbau Rhyolith abgebaut. Im ca. 290 Mio. Jahre alten roten bis grauen Rhyolith befinden sich größere, mit Mineralien ausgefüllte Spalten. Die Besonderheit des Steinbruchs Hartkoppe besteht aus der im Spessart einzigartigen vorhandenen und spektakulären Mineralisation mit einer Vielzahl von Mineralien. Vor vierzehn Jahren wurde hier das seltene Mineral "Sailaufit" endeckt, das seinen Nahmen nach dem Fundort erhielt. Es ist so selten, dass man die gesamte Masse weltweit auf weniger als 0,5 kg schätzt.

4. Sämenhof

Ausgewiesen und gegründet wurde der Sämenhof als Aussiedlerhof in den 1980er Jahren. Heute lädt eine Gastwirtschaft mit Biergarten zum Verweilen ein. Die offene Lage mit dem schönen Blick inmitten von Feldern und gleichzeitig nicht weit vom Wald entfernt, macht diesen Ort so attraktiv. Ein beliebter Spaziergang führt zur nahen Rottenberger Waldkapelle.

5. Streuobstwiesen

Im Spessart gibt es eines eine große Vielfalt an Apfelsorten, die vor allem auf den Streuobstwiesen des Vorspessart gedeihen. Ein auf unsere Tage gekommener Bericht mit Fotokgrafien aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges zeigt, wie Anbau und Ernte auf Anordnung vorangetrieben wurden. Ab den 1950er Jahren verschwanden viele Streuobstgebiete durch die Flächenausdehnung der Gemeinden.

6. Am Schwaben Heiligen

Die Außenstation bietet die Möglichkeit eines kurzen Ausfluges zu Bildstock "Am Kurzen Heiligen" sowie zum "Königsplatz". Von dort haben Sie einen Blick weit in das Aschafftal hinein. Der Bildstock "Am Schwaben Heiligen" befasst sich mit dem verunglückten Revierförster Schwab aus Sailauf. Der Bildstock "Am Kurzen Heiligen", auch "Böse Tat" genannt, erinnert an einen Förster, der von einem Wilderer ermordet wurde.