Wasserampel steht auf ROT!
Der Wasserverbrauch liegt mehrere Tage über der verfügbaren Wassermenge; max. Eigenförderung ist ausgeschöpft und Maximalbezug von Fremdwasser ist erforderlich
Alle Bürgerinnen und Bürger werden zu einem sparsamen Umgang aufgefordert.
Es gilt das Unterlassen von:
- Bewässerung von Rasen- und Grünflächen im öffentlichen sowie im privaten Eigentum
- Bewässerung von öffentlichen und privaten Spiel- und Freizeitplätzen
- Das Befüllen von Pools, ausgenommen Kinderplanschbecken mit einer maximalen Füllmenge von 300 Litern und öffentliche Badeeinrichtungen,
- Das Reinigen von Fahrzeugen auf privaten und öffentlichen Grundstücken, es sei denn, es handelt sich hierbei um eine ausdrücklich genehmigte Waschanlage,
- Das Reinigen und Abspritzen von Gebäuden, Straßen, Wege, Plätze, Einfriedungen usw.
- Keine Entnahme aus Standrohren, sowie von Trinkwasser für Übungszwecke der Feuerwehr
Unser Wasserzweckverband (ZWA) gewinnt das Rohwasser zu 96% aus Quellen, die geologisch bedingt aber keine großen Mengen liefern. Die Quellschüttungen sind zudem direkt vom Niederschlag abhängig. Bis Niederschlag jedoch als ansteigende Schüttung gemessen werden kann, vergehen ca. 50 Tage. Relevant für die Grundwasserneubildung ist der Niederschlag im Winterhalbjahr; Sommer-Niederschläge haben nur einen geringen Effekt.
Für die Ampelphasen entscheidend sind der Wasserverbrauch und das Wasserdargebot. Dieses setzt sich zusammen aus der Eigenförderung des ZWA sowie Fremdwasser über die AVG. Die Ampelphasen richten sich nach dem max. Tagesbedarf Qdmax, der aus dem Mittelwert der letzten 15 Jahre gebildet wird und saisonal variiert: Von April bis September ca. 80 l/s und von Oktober bis März ca. 68,5 l/s.
Phasen der Wasserampel:
- Grün = Eigenförderung > saisonaler Qdmax
- Gelb = Eigenförderung < saisonaler Qdmax, aber Fremdwasserbezug zur Deckung möglich
- Rot = Eigenförderung < saisonaler Qdmax + Fremdwasserbezug ausgeschöpft
Bei der anhaltenden Hitzewelle ist ein außergewöhnlich hoher Wasserverbrauch festzustellen. Da das hierdurch entstehende Defizit nicht durch Fremdwasserbezug ausgeglichen werden konnte, schaltete die Ampel auf ROT.
Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel und ein überaus kostbarer Rohstoff. Durch den Klimawandel geht die zur Verfügung stehende Wassermenge zurück. Da wir auf diese „Angebotsseite“ kurzfristig keinen Einfluss nehmen können, müssen wir auf der „Nachfrageseite“ unbedingt darauf achten, mit dem lebenswichtigen Gut Trinkwasser so sparsam wie möglich umzugehen.
Die Trinkwasserampel des ZWA ist der Versuch, die Bevölkerung für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren. Sauberes Trinkwasser in ausreichender Menge ist keinesfalls eine Selbstverständlichkeit, sondern die essentielle Grundlage jeden Lebens. Wichtig ist der grundsätzliche bewusstere Umgang mit wertvollem Trinkwasser und die Notwendigkeit, das rarer werdende Gut vernünftig und sinnvoll zu nutzen.
Bitte helfen Sie mit und machen Sie das Ihnen Mögliche, um Wasser nicht zu verschwenden und Versorgungsengpässe oder gar einen Wassernotstand im Versorgungsgebiet des ZWA oder in Eichenberg zu vermeiden. Jeder Liter Wasser, der nicht verbraucht wird hilft, die Wasserversorgung auch in unserer Gemeinde stabil aufrecht zu erhalten.
Vielen Dank!
Ihre Gemeindeverwaltung



