Insektenfreundliches Grünland – Wir wollen Vorbild sein!

Insektenfreundliches Grünland

Bunt blühende Wiesen waren bis vor wenigen Jahrzehnten die Hauptnahrungsquelle für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Co. Durch das Verschwinden der Wildkräuter von den Äckern und eine immer intensivere Nutzung des Grünlands ist das Nahrungsangebot für die Insekten nach der Blüte von Obst, Löwenzahn und Raps ab Anfang Juni oft so gering, dass sich diese nicht mehr ausreichend ernähren können.

Da heute in der Landwirtschaft der erste Schnitt bereits Anfang Mai und damit viel früher als noch vor wenigen Jahrzehnten erfolgt, bricht die Nahrungsversorgung der Insekten in ganzen Regionen oft innerhalb weniger Tage zusammen. Viele Blumen und Gräser kommen nicht mehr zur Blüte. Auch über das Jahr hinweg bieten die landwirtschaftlich genutzten Wiesen kaum noch ein Nahrungsangebot.

Jeder Winkel in unserer Landschaft, der nicht gepflügt, gemäht, beschnitten oder regelmäßig gepflegt wird, ist für Insekten eine Oase. Böschungen und Ackerränder, die selten gemäht werden bieten eine Vielfalt von Blühpflanzen und versorgen die Insekten mit Pollen und Nektar. Also warum nicht mal „ein Auge zudrücken“ und eine kleine Wildnis sein lassen? Müssen wir wirklich unser ganzes Land sauber halten und im Griff haben?

Man sollte auch die fragenden Blicke des Nachbarn aushalten, wenn dafür wieder unsere Insekten überleben können und es wieder in unseren Obstgärten summt und brummt. Mit den Insekten werden dann auch die Singvögel wieder in unsere Gärten zurückkehren, deren Nahrungsgrundlage nun mal die Insekten sind.

Daher werden wir einzelne gemeindliche Wiesenflächen, auch im Ortsgebiet, wachsen und blühen lassen um somit unseren Beitrag zur Vielfalt der Natur zu leisten. Selbstverständlich werden wir das Ortsbild wie auch die öffentliche Sicherheit und Ordnung nicht aus dem Blick verlieren und nach wie vor Grünflächen regelmäßig mähen dort wo es notwendig ist.

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