Die Kommunale Allianz WEstSPEssart

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Die Rahmenbedingungen für die Gemeinden im ländlichen Raum sind in den letzten Jahren schwieriger geworden. Zu den Herausforderungen, die aktuell an Bedeutung zunehmen, gehören insbesondere,

 

  • der demographische Wandel mit Überalterung der Gesellschaft  und Bevölkerungsrückgang,
  • die Innenentwicklung und der Erhalt der Ortskerne
  • Sicherung der Daseinsvorsorge sowie
  • die Energiewende.

 

Zur gemeinsamen Bewältigung dieser Herausforderungen haben sich die Gemeinden Bessenbach, Haibach, Laufach, Sailauf und Waldaschaff am 31. Oktober 2013 zur Interkommunalen Allianz „WEstSPEssart" zusammengeschlossen.

Die fünf Gemeinden arbeiteten bereits seit dem Jahr 2006 in einer formlosen interkommunalen Arbeitsgruppe zusammen. Mit der neuen Kommunalen Allianz soll die Zusammenarbeit und der interkommunale Dialog intensiviert und somit auch die Position der Region „westlicher Spessart" als Bestandteil der Region bayerischer Untermain gestärkt werden.

 

Fachlich begleitet und unterstützt wird die Kommunale Allianz hierbei durch das Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken im Rahmen der Integrierten Ländlichen Entwicklung.

 

Entwicklung:

Eine Lenkungsgruppe hat in mehreren Treffen das Allianz-Gebiet analysiert und Stärken und Schwächen ausgearbeitet. Dieser gehören neben den Bürgermeistern auch die Geschäftsleiter der Mitgliedsgemeinden an. Statt der räumlichen und thematischen Einzelbetrachtung stand dabei eine umfassende Entwicklung im Vordergrund. Schnell wurde festgestellt, dass sich die Gemeinden gegenseitig ergänzen und in der Kommunalen Allianz Vorhaben möglich werden, die die Gemeinden jeweils für sich allein nicht realisieren könnten, wie z.B. ein Energiekonzept.


Mitglieder der Lenkungsgruppe

Die Lenkungsgruppe bilden die fünf Bürgermeister und die Geschäftsleiter der jeweiligen Gemeinde.

Die Funktion des Sprechers der Allianz übernahm Bürgermeister Michael Dümig.

 

Grossansicht in neuem Fenster: Mitglieder der Lenkungsgruppe


In einer gemeinsamen Sitzung der Gemeinderäte aus den Mitgliedsgemeinden im Mai 2014 konnten die gewählten Vertreter Schwerpunktthemen der Kommunalen Allianz festlegen. Die Bürger wurden in einer Zukunftswerkstatt, dem Café WeSpe, beteiligt.

Dank der Unterstützung durch das Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken im noch jungen Prozess der Allianz, konnte neben der Gründung der Allianz „WEstSPEssart" bereits die Erarbeitung des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes in Auftrag gegeben. Als nächster Schritt ist die Erstellung eines gemeindeübergreifenden Energiekonzeptes beabsichtigt.

 

Bürgerbeteiligung Teil 2

Rund 75 Bürgerinnen und Bürger nutzten am 10. Januar 2015 die Gelegenheit, sich beim Lakefleischessen in Laufach im Rahmen der 2.Bürgerbeteiligung über die bisherigen Ergebnisse der interkommunalen Allianz zu informieren und ihre Ideen und Wünsche in die künftige Arbeit einzubringen.
Zu den sechs Themenschwerpunkten „Energie/Nahversorgung", "Wirtschaft/Gewerbe", „Freizeit", „Natur und Umwelt", „Innenentwicklung" und „Zusammenarbeit/Kommunikation/Soziales" entwickelten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Kleingruppen konkrete Vorschläge für künftige Maßnahmen der Kommunalen Allianz.

Im Anschluss wurden die einzelnen Anregungen aus den Kleingruppen vorgestellt und durch die Vergabe von Punkten bewertet. Maßnahmen mit einer hohen Priorität waren u. a. ein gemeinsames Landschaftspflegekonzept, die gemeinsame Vermarktung von regionalen Produkten, eine Plattform für Gewerbetreibende und eine Broschüre der Freizeitangebote im WESPEland. Für wichtig erachtet wurde auch eine bessere Erreichbarkeit der WESPE-Gemeinden untereinander durch ein kostengünstiges ÖPNV-Angebot bzw. einen Lückenschluss von Rad- und Wanderwegen.

Das Fazit der Bürgerbeteiligung war durchwegs positiv. Es wurden hier insgesamt drei Ergebnisse erzielt:
1. Eine Zusammenstellung möglicher Maßnahmen, die im Rahmen der Kommunalen Allianz gemeinsam umgesetzt werden können.
2. Eine Gewichtung der Maßnahmen und somit ein Anhaltspunkt, welche Projekte für die Bürger von besonders hoher Bedeutung sind.
3. Vorschläge zur Umsetzung der sechs Maßnahmenbereiche.

Die Planungsbüros arcgrün aus Kitzingen und bma aus Rothenfels, die den Prozess des ILEK´s begleiten, fassen die Anregungen und Vorschläge zusammen und geben daraus den Bürgermeistern und der Lenkungsgruppe einen Maßnahmenkatalog an die Hand.

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